Unkel


Unkel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die alte Rotweinstadt Unkel mit ihren romantische Gassen besitzt noch viele alte Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die wunderschöne autofreie Uferpromenade lädt zum spazieren ein und bietet eine traumhafte Aussicht auf den Rhein. Teile der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert sind erhalten geblieben, darunter auch der Gefängnisturm. Der Stadtkern wurde mit großer Sorgfalt saniert.


Unkel
Foto: Copyright by Rainer Schmitz
Das malerische Winzerstädtchen war die Heimat vieler bekannter Persönlichkeiten, die sich dieses Fleckchen Erde als Heimstatt ausgewählt haben, wie der Dichter Ferdinand Freiligrath, der von 1839-1840 in Unkel lebte oder die "Rheingräfin" Sibylle Mertens-Schaaffhausen, Johanna Schopenhauer und ihre Tochter Adele (Mutter und Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer) oder die Loewetochter Juli von Bothwell. Ihr Vater, Carl Loewe (*1796, †1869) war ein bekannter Komponist und Sänger im 19. Jahrhundert. Auch der Schriftsteller Leonhard Reinirkens wohnte hier, der mit seinen Romanen über den Winzerssohn Andrè Bohnefaß augenzwinkernd auch die Stadt Unkel beschreibt.

In neuerer Zeit lebte hier der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt bis zu seinem Tod 1992. Sein Vorgänger, Konrad Adenauer, hielt sich ebenfalls für einige Zeit (September 1935 bis Sommer 1936) hier auf.

Weinbau wurde in Unkel vermutlich schon zu Römerzeiten betrieben. Das sonnenreiche und milde Klima in Verbindung mit den günstig nach Süden und Südwesten geneigten Hängen bot dazu schon immer beste Voraussetzungen. Urkundlich belegt ist der Weinbau ab dem Jahr 886, als dem bedeutenden Kloster Prüm in der Eifel hier Ländereien übereignet wurden. Die verkehrsgünstige Lage und die Nähe zur damals reichen Stadt Köln führte dazu, dass sich kirchliche und weltliche Herren hier Grundbesitz sicherten. Wichtige Grundherren waren insbesondere das Stift St. Maria ad Gradus und der Domkustos zu Köln. Entsprechend groß waren die Weinanbauflächen zur damaligen Zeit.


Unkel, Weinfest 2004
Foto: Copyright by Rainer Schmitz
Bis in das 20. Jahrhundert hinein war der Weinbau neben dem Tourismus die Haupteinnahmequelle der Einwohner. Allerdings sank die Weinanbaufläche in den letzten 20 Jahren stark von ursprünglich ca. 200 ha auf heute nur noch ca. 2 ha stark ab. Die 1895 gegründete Winzergenossenschaft "Unkeler Winzerverein" mußte 1975 wegen Mangel an Nachwuchs aufgelöst werden.

Die Stadt ist jedoch bemüht, den traditionsreichen Weinbau nicht sterben zu lassen und die Anbauflächen wieder zu erhöhen. 1998 gab es einen Voll- und drei Nebenerwerbswinzer sowie etwa 12 Freizeitwinzer in der Stadt.

Obwohl Unkel seit alters her als Rotweinstadt bekannt ist, wird hier auch Weißwein angebaut. Zu den Sorten gehören der Riesling, Müller-Thurgau, Bacchus, Scheurebe, Spätburgunder und Portugieser. In jüngerer Zeit hinzugekommen sind Regent und Dornfelder.

 

Geschichte

•  Grabfunde beweisen, dass die Gegend von Unkel mindestens seit dem 7. Jahrhundert von Franken besiedelt ist.

•  886 wird 'Oncale' in einem Güterverzeichnis der Abtei Prüm erstmals erwähnt. Damals lebte die Bevölkerung überwiegend vom Weinbau, was sich bis in das 20. Jahrhundert hinein kaum änderte.

•  Mitte des 11. Jahrhunderts geht die Herrschaft über das Gebiet Unkels von den rheinischen Pfalzgrafen auf den Kölner Domkustos und das Kölner Stift St. Maria ad Gradus über.

•  Mitte des 16. Jahrhunderts wird die Stadtmauer errichtet, von der weite Teile noch heute erhalten sind.

•  1578 erhält Unkel die Stadtrechte.

•  1583 kann die Stadt die Truppen des abtrünnigen Kurfürsten Gebhard von Truchseß abwehren.

•  1666 wird Unkel von der Pest heimgesucht.

•  1794 gerät auch Unkel unter französische Besatzung.

•  1803 wird im zuge der Säkularisation das Kurfürstentum Köln aufgelöst. Unkel gehört nun den Fürsten von Nassau-Usingen.

•  1815 gelangt Unkel an Preußen. Unkel verliert seine Stadtrechte. Dennoch erlebt der Ort nun einen Aufschwung, auch wegen des im 19. Jahrhundert aufkommenden Rheintourismus, der den Einwohnern neue Erwerbsquellen bietet. Unkel wird zum Sommersitz wohlhabender Familien, die sich hier schöne Herrenhäuser erbauen lassen.

•  1871 wird die Eisenbahnstrecke Troisdorf-Linz in Betrieb genommen. Der Tourismus nimmt zu.

•  1952 erhält Unkel vom Land Rheinland-Pfalz die Stadtrechte zurück.

 

Sehenswertes

Arbeitszimmer von Willy Brandt im alten Rathaus
Besichtigung ist nach telefonischer Terminabsprache möglich. Tel. 02224-902822


Katholische Pfarrkirche St. Pantaleon


Unkel, Pfarrkirche St. Pantaleon
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Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche wurde um 1200 als romanische Basilika erbaut. Um 1300 erfolgte ein gotischer Umbau, 1502 eine Erweiterung zur spätgotischen Hallenkirche. Der romanische Kern blieb dabei erhalten.

Im Inneren befindet sich eine prächtige Barockausstattung mit Kunstwerken aus verschiedenen Jahrhunderten. Besonders sehenswert sind neben der Barockkanzel und dem barocken Chorgestühl ein hölzerner Reliquienschrein aus der Mitte des 15. Jahrhundert und ein spätromanischer Taufstein.

Die Kirche ist bis heute die heilige Mitte der Pfarrgemeinde.


Freiligrathhaus
In diesem Haus an der Rheinpromenade aus dem Jahr 1760, auch Strolchenhaus genannt, wohnte der Dichter Ferdinand Freiligrath von 1839 bis 1840.

Fronhof


Unkel, der Fronhof
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Nachdem 1075 die Herrschaft über das Gebiet Unkels von den rheinischen Pfalzgrafen auf den Kölner Domkustos und das Kölner Stift 'St. Maria ad Gradus' übergegangen ist, wird am Rheinufer der Fronhof errichtet. Er bleibt bis 1803 im Besitz des Stifts. In das Gebäude ist der im 19. Jahrhundert umgebaute Nordwestturm der Stadtbefestigung integriert.

Nach der Säkularisation wird er umbebaut. Zuletzt wohnte hier der Künstler Rudolf Wulfertange.


Gefängnisturm

Der Gefängnisturm ist einer von zwei rheinseitigen Türmen der alten Stadtmauer von Unkel aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Gefängnisraum befand sich im Kellergewölbe. Die barocke Dachhaube wurde 1700 aufgesetzt.

1986 wurde der Turm restauriert und zugänglich gemacht.

Besichtigung ist nach Vereinbarung möglich.


Unkeler Pütz


Unkel, der Pütz
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1759 wurde die Pumpe unter dem Bürgermeister Josef Clasen erbaut. Sie ersetzte den Brunnen und wurde bis 1896 zur Trinkwasserversorgung verwendet.

 

Fremdenverkehrsamt Stadt Unkel
Linzer Straße 2
53572 Unkel
Tel.: 022 24 - 902822
Fax: 022 24 - 911735
Email: unkel@t-online.de

 

 

Bilder


Unkel
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Veranstaltungen





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Links

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Die offizielle Homepage der Stadt Unkel

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