Doppelkirche Schwarzrheindorf


Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die Doppelkapelle und Pfarrkirche St. Klemens zählt zu den interessantesten Werken der romanischen Architektur des 12. Jahrhunderts.

Berühmt sind auch die einzigartigen Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert.

In der Kirche sieht man zwei übereinanderliegende Räume, die in der Mitte miteinander verbunden sind. Es handelte sich also nicht um zwei Kirchen, wie der Name 'Doppelkirche' suggeriert, sondern um eine einzige Kirche mit zwei Ebenen, die in der Mitte durch eine Öffnung in der Zwischendecke verbunden waren. Diese Doppelkirchen waren im Mittelalter nicht ungewöhnlich.

Während sich das Volk in der Unterkirche versammelte, trafen sich in der Oberkirche der Burgherr, Klosterfrauen und Stiftsdamen zum Gebet. Wahrscheinlich hat im oberen Teil auch ein Thron für den Kaiser gestanden, denn die Kirche diente auch als Pfalzkapelle.


Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf,
die Unterkirche
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Der Kölner Erzbischof Arnold von Wied ließ St. Klemens mit den 4 Kreuzarmen in Schwarzrheindorf als Hauskapelle neben der Burg seiner Familie bauen. Sie sollte auch seine Grabeskirche werden. Die Gebeine des Erzbischofs werden noch heute in der Kirche aufbewahrt.

Schon seinen Zeitgenossen fiel die Größe und kunstvolle Ausstattung der Kirche auf. Die Burg existiert heute nicht mehr - die romanische Doppelklirche ist jedoch erhalten geblieben und ist seitdem ein Ort der Zuflucht - nicht nur bei Hochwasser.

Der ursprünglich als Burgkapelle geplante Zentralbau wurde am 24. April 1151 geweiht.

Kurz nach dem frühen Tod des Erzbischofs gründete seine Schwester Hardwig am 14. Mai 1156 an gleicher Stelle ein Benediktinerinnenkloster. Wegen der Kleidung der Nonnen ist vermutlich der Name Schwarzrheindorf enstanden. Später wurde aus dem Kloster ein 'frei-adlig-weltliches Damenstift'.

•  Nach 1170 wurde das Gebäude um das Langhaus erweitert. Auch der Turm wurde erhöht und mit einer gotischen Spitze versehen.

•  Im 16./17. Jahrhundert kam es zu starken Beschädigungen.

•  Während einer letzten Blüte im 18. Jahrhundert entstand das schöne Turmkreuz.

•  1803 wurde das Stift aufgelöst. Vermutlich war es der berühmte Baumeister Schinkel, der den Abriss gerade noch verhindern konnte. Seitdem ist die Kirche im Staatsbesitz.

•  Im 19. Jahrhundert wurde die ursrpüngliche romanische Wandmalerei wieder freigelegt.

•  Am 18. Oktober 1832 wurde wieder ein Gottesdienst in der oberen Kirche gefeiert.

•  Seit 1868 ist die Kirche Pfarrkirche.

•  Seit 1993 besitzt sie wieder ihr ursprüngliches Patrozinium: Maria und Clemens.

•  1996/96 erfolgte eine Renovierung.




Bilder


Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf,
Blick in die Unterkirche
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
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Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Bonn, Doppelkirche Schwarzrheindorf
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

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