Bingen


Bingen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Wie viele Städte am Rhein verdankt auch Bingen an der Mündung der Nahe in den Rhein ihre Existenz den Römern. Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum für Weinbau und Handel.


Bingen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Der Grundriss Bingens folgt noch heute der römischen und mittelalterlichen Straßenführung. Hier war der Ausgangspunkt der 'Ausoniusstraße', einer römischen Militärstraße, die nach Trier führte.

Etwas stromabwärts von Bingen befindet sich das 'Binger Loch', eine besonders enge Stelle des Rheintals mit gefährlichen Stromschnellen. Die altgermanische Bezeichnung für diese enge Schlucht war 'Loch im Fels'. Daraus entstand bei den Römern die Bezeichnung 'Bingium'. Erst im 19. Jahrhundert wurden die Stromschnellen durch Sprengungen entschärft.

Hier lebte im 12. Jahrhundert die heilige Hildegard von Bingen (*16.9.1098, †17.9.1179) im Kloster Rupertsberg, eine der herausragensten Frauengestalten des deutschen Mittelalters. Sie war Predigerin, schrieb mehrere Bücher zu religiösen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Themen und komponierte über 70 Musikstücke. Dazu war sie Äbtissin und gründete zwei Klöster. Das von ihr 1147 gegründete Kloster Ruppertsberg am linken Naheufer wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört und existiert heute nicht mehr. Nur einige Kellerräume sind erhalten geblieben.

Als die Schweden 1632 das Kloster niederbrannten, wurden die Schriften und Gebeine der hl. Hildegard nach Eiblingen bei Rüdesheim, den Ort ihrer zweiten Klostergründung, überführt, wo sie in der Pfarrkirche "Sankt Hildegard und St. Johannes der Täufer" aufbewahrt werden. Die Pfarrkirche wurde nach einem Brand im Jahr 1920 wieder aufgebaut (mehr über Hildegard von Bingen...).

Bekannt ist Bingen auch wegen des Mainzer Bischofs Hatto, der der Sage nach im Binger Mäuseturm von Ratten gefressen wurde.

 

Geschichte

•  Wo heute die Burg Klopp steht, bauten die Römer ein Kastell und nannten es 'Bingium'. Römer waren es auch, die hier unter Drusus etwa im Jahr 10 v. Chr. eine erste Holzbrücke, die 'Drususbrücke' über die Nahe bauten.

•  70 wird die zerstörte Holzbrücke über die Nahe durch eine neue Brücke aus Steinen ersetzt.

•  355 erobern Alemannen die Stadt.

•  891 wird Bingen und auch die Nahebrücke von den Normannen zerstört.

•  Im 10. Jahrhundert errichtet Erzbischof Willigis eine neue Steinbrücke über die Nahe.

•  983 kam Bingen zum Erzstift Mainz

•  1282 wird der Name Burg Klopp zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

•  1689 wird Bingen von Franzosen überfallen und die Nahebrücke erneut zerstört. Auch die Burg Klopp wird gesprengt.

•  1772 Die Nahebrücke wird wieder aufgebaut.

•  1816 gelangt Bingen an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt.

•  1850 richtet ein Brand großen Schaden in der Stadt an.

•  1945 wurde Bingen zu 65 Prozent zerstört.

 

Sehenswertes

Mittelalterlicher Rheinkran

Der alte Kran ist ein im Original erhaltener, mit Schieferplatten verkleideter Holzkran aus dem Mittelalter. Früher stand er unmittelber am Rhein im binger Hafen.

1893 wurde das Rheinufer vor dem Kran aufgeschüttet.

Selbst die Inneneinrichtung blieb fast komplett erhalten.

 


Burg Klopp

Seit dem 13. Jahrhundert wurden von hier aus für die Mainzer Erzbischöfe die Rheinpassage und der Naheübergang kontrolliert.

Ab 1438 residierte hier sogar ein Mainzer Domherr.


Drususbrücke

Die Drususbrücke über die Nahe wurde im 10. Jahrhundert erbaut. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Steinbrücken aus dem Mittelalter.

In den rechten Pfeiler der Brücke wurde eine Kapelle eingebaut. Jahrhundertelang beteten Reisende hier für einen guten Verlauf ihrer Reise.


Hildegardis Brunnen

Der Brunnen erinnert an die heilige Hildegard von Bingen, die von 1098 - 1179 in Bingen gelebt hat.

Das von ihr 1147 gegründete Kloster Ruppertsberg am linken Naheufer wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstört und existiert heute nicht mehr. Nur einige Kellerräume sind erhalten geblieben.


Hildegardis Gedächtniskirche

auf dem Rupertsberg lebte und wirkte die heilige Hildegard von1150 bis zu ihrem Tod im Jahre 1179.

Ihr zu Ehren wurde die Hildegardis-Gedächtniskirche errichtet.


Mäuseturm

Der auf einer Rheininsel errichtete Zollturm aus dem 14. Jahrhundert dient seit dem 19. Jahrhundert als Signalturm für die Schifffahrt.


Rochuskapelle

Als 1666 die aus Holland eingeschleppte Beulenpest 1300 Menschen in Bingen dahinrafft, beschließt der Magistrat der Stadt, eine Kapelle zu Ehren des heiligen Rochus zu bauen.

1677 wird sie auf dem Rochusberg eingeweiht.

Schon 1689 wird sie von französischen Soldaten geplündert,

1698 wieder instandgesetzt und erweitert.


Bingen, Rochuskapelle
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1795 wird sie erneut von Franzosen zerstört und bleibt nun für einige Jahre Ruine bis wieder eine Epidemie ausbricht ausbricht. diesmal ist es der Typhus, der die Menschen heimsucht. Man beschließt nun, sie erneut im Barockstil aufzubauen.

Am 16. August 1816 ist bei den Feierlichkeiten zum Rochustag auch Goethe anwesend. Er schenkt der Kirche ein Bild des heiligen Rochus. Der Maler versah den heiligen Rochus mit den Gesichtszügen von Goethe.

1889 vernichtet ein Feuer nach einem Blitzeinschlag das Gebäude. Es wird nun spätgotisch wieder errichtet und am Vorabend des Rochustages im Jahr 1895 eingeweiht.

 


St. Martin (Zehnthofstraße)


Kirche St. Martin
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Die Kirche wurde auf den Resten eines römischen Tempels erbaut. Im Inneren findet man die Figuren der heiligen Barbara und der Heiligen Katharina auf den Seitenaltären des Mittelschiffs.

793 wird die Kirche St. Martin erstmals erwähnt.

883 wird sie zerstört und 1220 wieder neu geweiht.

Am 14. August 1403 zerstört ein Feuer fast das gesamte Gebäude. In seiner heutigen Form stammt der Bau daher im wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert.

1416 wird St. Martin im gotischen Stil neu errichtet.

1502-1505 wurde der Barbarabau angefügt.

1560 Umbau, bei dem der Bau das heutige Aussehen erhielt.

Am 1. April 1930 wird sie von Papst Pius XI. zur päpstlichen Basilika erhoben.

1944 wird sie bei Bombardierungen schwer beschädigt

 

Tourist-Information
Rheinkai 21
55411 Bingen am Rhein

Telefon: 06721 184-205 /-206 /-201
Telefax: 06721 184-214
Email: tourist-information@bingen.de

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Ostern bis Ende Oktober:
Montag bis Freitag 09:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstag 09:00 Uhr - 12:30 Uhr

zusätzlich:
2. Mai bis Ende Oktober
Sonntag 10:00 bis 13:00 Uhr

November bis Ostern
Montag bis Donnerstag 09:00 Uhr - 12:30 Uhr und 13:30 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag 09:00 Uhr - 13:00 Uhr

 

Bilder


Bingen im 19. Jahrhundert
Künstler: Johann Ludwig Bleuler

 


Bingen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Bingen
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Bingen
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Bingen
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Bingen
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Bingen, Mündung der Nahe in den Rhein
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Bingen und der Mäuseturm
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Bingen und der Mäuseturm
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Bingen
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Bingen (vorne) und
Rüdesheim auf der anderen Rheinseite
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Blick auf Rüdesheim von der Rochuskapelle
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Blick Rheinaufwärts von der Rochuskapelle
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Links

www.bingen.de
Die offizielle Homepage der Stadt Bingen

http://www.florilegium.de/i/b/h_bingen.htm
Informationen über die heilige Hildegard von Bingen

 

 

 

 

 

 

 

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www.Rheintourist.de