fackel.gifBurg Sterrenberg fackel.gif
(Die feindlichen Brüder)


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Oberhalb von Kamp-Bornhofen befindet sich in 151 m Höhe (210 m N.N) die Burg Sterrenberg. Sie liegt etwa 30 m unterhalb der benachbarten Burg Liebenstein und bietet dem Besucher einen schönen Ausblick über das Rheintal.

Erbaut wurde sie um 1100, um die Zollstelle Bornhofen zu kontrollieren. Außerdem diente sie der Sicherung des rechtsrheinischen Reichsgutbezirks. Sie gehört zu den ältesten Höhenburgen am Rhein.

Bekannt sind die Burgen Sterrenberg und Liebenstein auch wegen der Sage von den 'feindlichen Brüdern', die mit unterschiedlichen Inhalten existiert.

Der genaue Ursprung und Sachverhalt dieser Auseinandersetzung ist nicht bekannt. Der Streit muß aber im 14. Jahrhundert entstanden sein, denn gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde die hohe, sagenumwobene Mauer zwischen den Burgen erbaut. Die 2,5m dicke Schildmauer ist gegen die Burg Liebenstein gerichtet, was ihr den Namen 'Streitmauer' einbrachte.

Die Burg Sterrenberg besetzt die Spitze des steil zum Rhein und zum Tal des Bornhofener Baches abfallenden Felsrückens. Die Unterteilung in Vorburg und Kernburg mit je eigener Schildmauer über einem Halsgraben ist noch deutlich zu erkennen. Der quadratische, romanische Bergfried ist von einem engen Zwinger umgeben. An der Nordostecke des rechteckigen Berings steht über Eck gestellt ein kleiner, quadratischer, zweistöckiger Wohnturm, das Frauenhaus.

 

Geschichte

•  1034 wird Burg Sterrenberg erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist eine der ältesten Höhenburgen am Rhein. Sie diente sowohl der Erhebung von Reichszoll und zur Kontrolle der Zollstelle Bornhoven als auch dem Schutz des rechtsrheinischen Reichsgutbezirks.

•  1190 besaßen die "Reichsministerialen von Bolanden" (die Pfalzgrafen) die Burg und die unterhalb gelegene Ortschaft Bornhofen als Lehen des Reiches.

•  1268 wird das Anwesen unter den Brüdern Werner und Philipp von Bolanden aufgeteilt.

•  1286 ist der Anteil von Philipp von Bolanden auf dessen minderjährigen Nachfolger übergegangen und wird von einem Vormund verwaltet. Werner von Bolanden versucht nun, die Teilung rückgängig zu machen.

•  1288 Der Vormund lehnt dies ab. Als sein Mündel früh verstirbt, erben dessen zwei Schwestern seinen Anteil. Eine der Schwestern heiratet Albrecht von Lewenstein. Er läßt zum Schutz des Besitzes seiner Frau von 1284 bis 1290 die oberhalb gelegene Trutzburg Liebenstein errichten.

•  Ende des 13. Jahrhunderts, übernehmen die Grafen von Katzenelenbogen Burg Sterrenberg als Reichspfandschaft.

•  Anfang des 14. Jahrhunderts wird eine zweite Ringmauer zum Schutz gegen Burg Liebenstein errichtet.

•  um 1313 kommt es zum Konflikt mit dem Trierer Erzbischof Balduin, weil dieser auch Ansprüche erhebt. Der unterhalb der Burg liegende Ort Bornhoven wird dabei zerstört.

•  1320 gewinnt der Erzbischof Balduin von Trier die Auseinandersetzung. Die Herren von Sterrenberg übergeben im Jahre 1320 ihre Burg samt dem Rheinzoll an Kurtrier. Sterrenberg wird nun zum Mittelpunkt des rechtsrheinischen Kurtrierer Besitzes.

•  Burg Sterrenberg ist nun für etwa 50 Jahre Mittelpunkt des rechtsrheinischen Gebietes des Erzbistums Trier (Filsen, Kamp, bornhofen, Wellmich, Lykershausen, Prath und Dahlheim).
Während dieser Zeit kommt es zum Familienstreit zwischen den Familienzweigen auf den Burgen Sterrenberg und Liebenstein, der lange andauerte und aus dem die Sage von den feindlichen Brüdern entstand. Danach verliert die Burg ihre Bedeutung an die Burg Maus (auch Thurnburg genannt).

•  Ende des 14. Jahrhunderts wird die Streitmauer zwischen Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein errichtet.

•  Im 15. und 16. verfiel Burg Sterrenberg nachdem der Familienzweig ausgestorben war.

•  1456 schon wird Burg Sterrenberg als 'baufällig' und 1568 als 'alt', 'verfallen' und 'unbewohntes Haus' bezeichnet. In der Folgezeit wird sie als Steinbruch verwendet.

•  1806 geht der Besitz von Kurtrier an Nassau über.

•  1866 zu Preußen.

•  Seit 1945 gehört sie dem Land Rheinland Pfalz.

•  1968 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen wobei zwei an die Ringmauer angrenzende Wohnbauten wurden wieder aufgebaut und erweitert.

•  1974 wird der Bergfried restauriert und mit einem 3m hohen Aufbau versehen. Er erreicht nun wieder seine ursprüngliche Höhe.

•  Vor einigen Jahren erhielt die Burg wieder ihre ursprünglichen Farben (rote Steine mit weißen Fugen) zurück.

 

Besichtigung

Besichtigung täglich möglich. Parkplätze an der Burg.
Autoanfahrt von Kamp-Bornhofen (B42).
Fußweg von Kamp-Bornhofen über einen bequemen Weg: ca. 30 Minuten.
über einen steileren alten Bergweg: ca. 15 Minuten.

 

Bilder


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Unterhalb der Burg Sterrenberg liegt
der Ort Kamp-Bornhofen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Der Rhein mit Kamp-Bornhofen
unterhalb der Burg Sterrenberg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Das Kloster in Bornhofen im 19. Jahrhundert

 


Das Kloster in Bornhofen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Das Kloster in Bornhofen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Das Kloster in Bornhofen
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Ausblick auf den Rhein und die Burgen
Sterrenberg (links) und Liebenstein
oberhalb von Bad Salzig
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 

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