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Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

Die Marksburg in 90 m Höhe über demRhein ließ wohl wegen ihrer strategisch günstigen Lage auf einem hohen Schieferkegel einen Angriff wenig erfolgversprechend erscheinen. Vielleicht wurde sie deswegen nie umkämpft oder belagert. An den verschiedenen Baugruppen und Zwingermauern der Burg lässt sich die Entwicklung des Burgenbaus vom hochmittelalterlichen Wehrturm bis zur bastionierten Festung der Neuzeit ablesen.

Sie ist die einzige Höhenburg am Rhein, die niemals durch Feinde zerstört wurde und dadurch die am besten erhaltene Burg am Rhein und eine der meistbesuchten. Unter anderem weilte auch US-Präsident Richard Nixon hier und ließ sich von dem imposanten Bau beeindrucken.

Im Kapellenturm befindet sich eine im Jahre 1437 erstmals erwähnte Kapelle, die dem heiligen Markus geweiht wurde. Die ursprünglich 'Burg Brubach' genannte Burg erhält vermutlich wegen dieser Kapelle den Namen 'Marxpurgk', der erstmals 1574 verwendet wird.

Japaner waren beim Anblick so begeistert, dass sie die Burg ernsthaft kaufen und nach Japan bringen wollten. Sie sollte abgetragen und in Japan naturgetreu wieder aufgebaut werden. Glücklicherweise blieb das Wahrzeichen der Stadt Braubach aber erhalten. Es wurde genau vermessen und in Japan eine originalgetreue Kopie errichtet. 1996 war diese fertig und kann nun in dem japanischen Freizeitpark 'Ueno German Culture Village' auf der Insel Miyako im Verhältnis 1:1 bewundert werden. Es werden dort unter anderem Konzerte, Filmvorführungen, Informationsveranstaltungen zu Reisezielen in Deutschland, Weinproben und Deutschkurse angeboten.

 

Geschichte

• Um 1100 wird die Marksburg als Adelssitz erbaut und schon bald an die Pfalzgrafen am Rhein übergeben.

• 1117 Urkundliche Erwähnung der "Edelfreien von Braubach".

• 1135 Graf von Grüningen schenkt die Hälfte des Ortes Braubach dem Mainzer Erzbischof Gerhard von Eppstein.

• 1214 kaufen sie die Wittelsbacher und verwenden sie ca. 50 Jahre später als Zollburg.

• 1219 Gerhard von Eppstein nennt sich nun "Gerhard von Braubach", ein indirekter, aber deutlicher Hinweis auf die Existenz einer Burg.

• 1231 wird die Marksburg erstmals urkundlich erwähnt.

• 1238 Bau des Bergfried und des romanischen Palas.

• 1283 wechselt die Burg durch die Heirat der Tochter des Gerhard von Eppstein mit Eberhard von Katzenelnbogen den Besitzer. Der baut die Burg aus und verleiht ihr das heutige Aussehen.

• 1293 Bestätigung als pfalzgräfliches Lehen an Eberhard II.

• 1301 König Albrecht verleiht Graf Eberhard das Recht, eine Meile um die Marksburg herum Silber abzubauen. Der Bergbau und die Erhebung von Rheinzöllen brachten den Grafen großen Reichtum ein.

• Nach 1350 wird der gotische Saalbau mit der Küche im Erdgeschoß und dem Rittersaal im Obergeschoß erbaut.

• 1407 Besuch König Ruprechts von der Pfalz auf der Burg.

• 1437 Erstmalige Nennung einer Burgkapelle St. Markus.

• 1479 Tod des Grafen Philipp d. Ä. und Übergang der Marksburg an den Ehemann der Erbtochter des Hauses Katzenelnbogen, Landgraf Heinrich III. von Hessen.

• Sein Nachfolger, Phillip II. rüstet die Burg mit 8 Geschützen zur besseren Verteidigung auf. In Friedenszeiten zieht er es aber vor, in der komfortableren Philippsburg in Braubach zu wohnen.

• 1527 Im Zuge der Reformation werden die Altargüter der Markuskapelle säkularisiert.

• 1567 Aufteilung Hessens. Die Marksburg fällt an Hessen-Rheinfels.

• 1574 Die bisher "Burg Brubach" genannte Burg wird zur Unterscheidung von der neuen zweiten Anlage am Rheinufer erstmals „S(ankt) Marxpurgk“ genannt.

• 1581 Erwähnung als „Markenburch zu Braubach“.

• 1600 Die Marksburg ist wieder im gemeinsamen Besitz aller drei hessischen Linien.

• 1608 Wilhelm Dilich fertigt Bauaufnahmen von Marksburg und Philippsburg an, die uns heute einen ausgezeichneten Blick auf die damalige Bausubstanz erlauben.

• 1623 Die Burg kommt mit Hilfe der Spanier in den Besitz von Hessen-Darmstadt.

• 1639 Die Braubacher Bauern fliehen vor den Schweden auf die Marksburg.

• 1643 Verpfändung von Burg und Stadt an Johann den Streitbaren, Landgraf von Hessen. Durch ihn Verstärkung der Wehranlagen.

• 1688 Kriegszüge Ludwigs XIV. ohne bekannte Auswirkungen auf die Marksburg.

• 1705 richtet ein Feuer großen Schaden an.

• 1706 Umfangreiche Baumaßnahmen, u.a. Aufstockung des Romanischen Palas um ein Geschoss. In diesem Zusammenhang Abbruch des Butterfassaufsatzes des Bergfrieds, wohl um Baumaterial zu gewinnen.

• 1744 Als Verbündete Friedrichs des Großen liegen französische Truppen in der Burg.

•1768 Aufschüttung des Oberen Zwingers und Anlage eines barocken Gartens für den Burghauptmann.

• 1780 Schäden durch ein Erdbeben.

• 1793 Im 1. Koalitionskrieg sind preußische Artillerie und Grenadiere auf der Marksburg stationiert.

• 1803 gelangt die Marksburg unter Napoleon an das Herzogtum Naussau-Usingen (später: Herzogtum Nassau). Sie dient nun als Invalidenhaus und Gefängnis. Schon die Hessen hatten sie vorher als Gefängnis genutzt. Vergitterte Fenster an der Burg erinnern heute noch an diese Zeit.

• 1866 Enteignung durch die preußische Regierung. Das letzte noch vorhandene historische Inventar der Marksburg geht verloren. Sie wird für private Wohnzwecke genutzt und verwahrlost.

• 1868 ordnet König Wilhelm I. an, die Burg und den Weg dorthin zu erhalten.

• 1900 Verkauf für symbolische 1000 Mark an die „Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen“
(ab 1953 "Deutsche Burgenvereinigung e.V.").

• Nach 1900 Restaurierung nach alten Stichen. Die heute sichtbare Ausstattung der Burg wurde neu zusammengetragen und rekonstruiert.

• 1905 besucht Kaiser Wilhelm II. die Burg.

• 1929 Bau der neuen Burgschänke mit großem Festsaal.

• 1945 Zerstörungen durch amerikanischen Beschuß von der gegenüberliegenden Rheinseite aus. Zerstörungen an Bergfried, Rheinbau, Batterien und vielen Dächern.

• 1947 Beginn der Reparaturarbeiten.

• 1967 Anlage des Kräutergartens mit vielen Gewürz- und Heilkräutern (über 100) des Mittelalters.

• 1987 beginnt man damit, die Burg restaurieren und zu verputzen, um den ursprünglichen Zustand herzustellen.

• 2002 wird durch ein Kind Brandschaden an der Burgschänke angerichtet.

• 2005 Eröffnung der wiederaufgebauten Burgschänke.

• 2013 Ausgrabung der Grundmauern eines mittelalterlichen Kapellenbaus auf dem Batteriehof.

 

Besichtigung

Besichtigung gegen Eintrittsgeldist fast ganzjährig täglich möglich.
Erreichbar zu Fuß oder mit dem Auto.
Gebührenpflichtiger Parkplatz kurz vor der Burg.
Fußweg von Bornhofen: ca. 30 Minuten.

Infos:
Ticket- und Souvenirkasse
Tel.: 026 27-206
Fax: 026 27-8866
Email: marksburg@deutsche-burgen.org

Deutsche Burgenvereinigung e. V.
Marksburg
56338 Braubach
Tel.: 02627-536
Fax: 02627-8866
Email: info@deutsche-burgen.org

 

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Rheintaler Marksburg
Serie: Kathedralen und Kirchen am Rhein

 

 

Bilder


Die Marksburg im 19. Jahrhundert
Künstler: Johann Ludwig Bleuler

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg, Zugbrückentor
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Der 25m lange, zur besseren Verteidigung
geknickte Tunnelgang wurde im
17. Jahrhundert angelegt.
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Blick von der Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
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Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
Foto: Copyright by Rainer Schmitz

 


Die Marksburg
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Die Marksburg
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Die Marksburg
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Links

www.marksburg.de
Homepage der Marksburg

http://www.deutsche-burgen.org
Deutsche Burgenvereinigung

 

 

 

 

 

 

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